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Niendorfer Fischer zeigen Flagge und wehren sich gegen geplante Fangverbote

Protest

Von René Kleinschmidt

Niendorf/Ostsee. "Grün, Blau und Rot sind des Fischers Tod" steht in großen Lettern auf der Flagge. Darunter ein Kutter-Motiv, umgeben von einem Rettungsring. Deutliche Worte finden Schleswig-Holsteins Fischer zu den Plänen der Landesregierung, die Stellnetzfischerei stark einzuschränken. Bereits Mitte August zeigten die Fischer aller 12 ortsansässigen Betriebe in Niendorf/Ostsee ihren Unmut und hissten die extra angefertigten Protest-Flaggen an ihren Kuttern und Verkaufsbuden sowie an weiteren Gebäuden am Hafen auf. Inzwischen zeigen auch Geschäftsleute, Pensionen und Strandkorbvermieter im Ort ihre Solidarität zu den Fischern und haben die Banner ebenfalls gehisst. Organisiert wurde die Protestaktion von der Fischereilichen Notgemeinschaft, ein loser Zusammenschluss von norddeutschen Fischereibetrieben, der insgesamt über 250 Berufsfischer der Nord- und Ostsee und 320 Nebenerwerbsfischer angehören.

Hintergrund der Aktion ist eine geplante Änderung der Küstenfischereiverordnung, die am 1. Dezember 2013 in Kraft treten soll. „Die Stellnetzfischerei soll für acht Monate im Jahr in fünf Schutzgebieten verboten werden, um den Beifang von Schweinswalen und Seevögeln zu vermeiden,“ berichtet Rüdiger Krüger, Vorsitzender des Vereins Niendorfer Fischer e.V. und Lorenz Marquardt, Vorsitzender des Fischereiverbandes Schleswig-Holstein, ergänzt: „Acht Monate Verbot der Stellnetzfischerei kommt einem Berufsverbot gleich und ist für uns nicht annehmbar. Sollte es zu einer Änderung der Verordnung kommen, werden wir dagegen klagen. Wir wehren uns gegen überzogene grüne Naturschutzpolitik.“


Fischer Willi Staack (links), Rüdiger Krüger, Vorsitzender vom Verein Niendorfer Fischer e.V. und Benjamin Schmöde von der Erzeugergemeinschaft zeigen Flagge (Foto: René Kleinschmidt)

Benjamin Schmöde, Geschäftsführer der ortsansässigen Fischereigenossenschaft, erklärt: „Die Schweinswale in der schleswig-holsteinischen Küstengewässern sind Teil der Kattegrat-Beltsee-Population, die sich nur zeitweise in den Küstengewässern aufhalten. Die vorliegenden Informationen weisen darauf hin, dass die Population zurzeit anwächst. Eine dänische Studie hat ergeben, dass der Bestand seit 2005 um 43 Prozent auf über 180.000 Tiere zugenommen hat. Der Schweinswalbestand in der westlichen Ostsee wächst weiter an.“

Zu den bestehenden Schutzmaßnahmen sagt Schmöde: „Der Schweinswalschutz wird europaweit durch die EU geregelt. Bestehende Maßnahmen sind u.a., die Pflicht zur Verwendung von Pingern (akustische Abschreckung) in bestimmten Gebieten. Angesichts des Verbreitungsgebietes und des Wanderverhaltens sind ausschließlich EU-weite Schutzmaßnahmen angemessen. Es fehlen bisher eine Darstellung der Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit. Eine weitere Studie im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz quantifiziert die Stellnetzbeifänge von Schweinswalen an der deutschen Ostseeküste auf sieben pro Jahr, davon fünf in Schleswig-Holstein. Außerdem hat eine dänische Studie ergeben, dass nur 2,3 Prozent der vom Menschen verursachten Vogelsterblichkeit von der Stellnetzfischerei verursacht werden.“

Vielen Betrieben wird durch die langen Schließkulissen die wirtschaftliche Grundlage entzogen. Dieses bedeutet in weiten Teilen das Aus für die traditionelle, handwerkliche Fischerei vor Ort. Schleswig-Holsteins Fischer, und auch gerade die aus Niendorf/Ostsee sind sich einig: „Ohne eine gelebte Fischerei vor Ort geht auch ein großer Teil des Ambientes und damit die touristische Attraktivität verloren, was sich auch wiederum negativ auf den Tourismus auswirken wird.“ R.K.

Zum Foto ganz oben (zum Vergrößern bitte anklicken!): Die Mitglieder des Vereins Niendorfer Fischer e.V. mit Benjamin Schmöde von der Erzeugergemeinschaft (2. von links) zeigen Flagge und wehren sich gegen die geplanten Fangverbote (Foto: René Kleinschmidt)

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Nachricht vom 16.9.13 12:20

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(c) INSIDE GROUP 2011 | Timmendorfer Strand - Niendorf | Letzte Aktualisierung: Dienstag, 19. Oktober 2021

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