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Abriss und Neubau der Eishalle in Timmendorfer Strand? Idee der SPD sorgt für Gesprächsstoff

Ulfert Weiß (ETC)

Lesen Sie bei uns auch ausführliche Statements der Parteien, des Betreibers und der Bürgermeisterin

Von René Kleinschmidt

Timmendorfer Strand. Ein kürzlich vorgestelltes Rohkonzept der SPD Timmendorfer Strand zum Abriss des Eissport- und Tenniscentrums (ETC), Verkauf des Grundstücks an einen Hotel-Investor und Neubau einer modernen, multifunktionellen Mehrzweckhalle an einem neuen Standort in der Gemeinde sorgt derzeit für Gesprächsstoff im Ostseebad. Dazu sagt Jörn Eckert, Fraktionsvorsitzender der SPD Timmendorfer Strand: „Es handelt sich lediglich um erste Gedankengänge, vorbehaltlich aller Prüfungen (Finanzierung, Reichweitenanalyse, F-Plan, B-Plan etc.).“

Die Grundaussagen der SPD fasst Eckert wie folgt zusammen: „Wir möchten auf jeden Fall den Eishockeysport und die bestehende Fankultur erhalten! Aber wir möchten auch ein Millionengrab durch ständige Sanierungsmaßnahmen in die alte Halle vermeiden. Der Bau einer modernen Multifunktionshalle an anderer Stelle würde den Ganzjahrestourismus durch breitgefächerte Nutzung der neuen Halle stärken. Mit dem Verkauf des ETC-Grundstücks könnte ein zusätzliches Hotel an Stelle der jetzigen Eishalle entstehen.“

Bezüglich der Finanzierung müsste in die Prüfung eingestiegen werden. „Wir denken jedoch, dass es sich rechnen kann, wenn man verschiedene Blöcke für 20 Jahre addiert,“ berichtet Jörn Eckert weiter. Dazu zählen laut SPD die Verwendung der notwendigen Sanierungskosten der alten Halle als Investition in eine neue Halle, der Erlös aus dem Verkauf des Grundstücks, auf dem die alte Halle steht sowie zusätzlichen Gewerbesteuern eines neuen Hotels. Als weitere Punkte nennt Eckert Fördermittel, Sponsoringverträge für den Hallennamen, zusätzliche Pachteinnahmen durch Discounter, Einnahmen durch Events, Sportveranstaltungen etc. und weitere im SPD-Konzept angedachte Subkonzepte.

In der Zwischenzeit hat sich die SPD mit Ulfert Weiß, geschäftsführender Gesellschafter der ETC Betriebs GmbH, zusammengesetzt und die Situation im Detail erörtert. Ein Termin mit dem Vorstand des Eishockeyvereins soll in Kürze folgen.

Eine ganz entscheidende Herausforderung wird die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs sein. Dazu wird man um die Erneuerung der fast 30 Jahre alten Kältetechnik nicht herumkommen. „Unsere derzeitige Kältetechnik hält nur noch ein bis zwei Jahre, also voraussichtlich nicht bis zum Ende des jetzigen Pachtvertrages, der 2016 ausläuft,“ berichtet Ulfert Weiß, der seit Sommer 2010 Geschäftsführer der ETC Betriebs GmbH ist, im Gespräch mit TiNi24.de. „Wir sind bereit aus eigenen Mitteln 1,1 Millionen Euro in die Eishalle zu investieren, im Einzelnen für eine neue Kältetechnik und Lüftungstechnik (für die notwendige Entfeuchtung), einen neuen Teppichboden in der Tennishalle und Umgestaltung des Eingangsbereich.“ Diese Investition wird alleine durch die Betreibergesellschaft getätigt – „allerdings nur bei entsprechender Planungssicherheit, d.h. wenn der Pachtvertrag um weitere 20 Jahre verlängert wird.“

„Von einem Millionengrab, wie es die SPD heraufbeschwört, kann nicht die Rede sein. Die laufenden Kosten der Gemeinde betragen 20.000,- Euro jährlich für anfallende Reparaturen und 55.000,- Euro für Sportförderung, u.a. für den Schulsport, der regelmäßig in der Halle stattfindet“, erklärt Ulfert Weiß in einem gemeinsamen Pressegespräch mit TiNi24.de, „StrandBlick“ und „der reporter“. Aktuell würden außerdem die Kosten in Höhe von 55.000,- Euro für eine neue Heizungsanlage anfallen, die die Gemeinde übernehmen müsste. „Diese Punkte über Kostenübernahmen sind vertraglich geregelt.“

Dass die Halle trotz ihres Alters stabil ist, bestätigte erst kürzlich ein Statiker. Bereits vor einigen Jahren hat Timmendorfer Strands verstorbener Bürgermeister Volker Popp die Statik durch ein Gutachten überprüfen lassen, als in Süddeutschland das Dach einer Eishalle eingestürzt war. „Ein weiteres Gutachten von einem Architekten, in dem rund 1,3 Millionen an Kosten für eine notwendige Sanierung des ETC ausgerechnet wurden, würde nur im Worst Case zutreffen, wenn die beiden Hallendächer und das Gemäuer komplett erneuert werden müsste. Das trifft aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu,“ berichtet Ulfert Weiß. „Derzeit steht uns lediglich ein Brandschutzgutachten bevor.“

Seit September 2012 hat die Betreibergesellschaft dreimal die politischen Vertreter in den Ausschüssen darum gebeten, sich mit dem Thema ETC zu befassen, um Planungssicherheit zu haben – bisher vergeblich. Das Angebot der ETC Betriebs GmbH, eine Million Euro zu investieren, steht – aber nicht unbefristet: „Wenn am 6. November im Tourismusausschuss keine Richtungsentscheidung fällt, ist unser Angebot selbst Geld hineinzustecken hinfällig,“ drängt Weiß energisch. „Dann setzen wir unseren Vertrag bis 2016 fort - mit einer Anlage, die jeden Tag ausfallen kann. Das wäre dann auch ein Risiko der Gemeinde.“

Die SPD-Fraktion kann sich vorstellen, dass der Vertrag verlängert wird, unter der Voraussetzung, dass die neue Kältetechnik so konzipiert wird, dass sie in eine neue Halle transferiert werden könnte. Jörn Eckert (SPD): „Der Pachtvertrag mit der ETC GmbH könnte dann im Falle eines Hallenneubaus übertragen werden. Sollte man sich nach Prüfung aller Sachverhalte für einen Neubau entschließen, sind wir ganz eindeutig der Meinung, dass der Spielbetrieb solange in der alten Halle aufrecht erhalten werden muss, bis die neue Halle steht. Nur so kann ein reibungsloser Übergang gewährleistet werden.“


Die Eishalle im Eissport- und Tenniscentrum (ETC) in Timmendorfer Strand (Foto: ETC/Archiv)

Was sagen die anderen Fraktionen, Gemeindevertreter und Timmendorfer Strands Bürgermeisterin Hatice Kara zu den Plänen der SPD?

Die CDU Timmendorfer Strand bezeichnet die Pläne der SPD als „Schnellschuss“. Dazu erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Rainer Steen: „Derzeit gibt es keinen Investor für ein Hotel und auch kein Grundstück für eine neue Halle. Wir sind für den Erhalt der Eishalle am jetzigen Standort, wenn es wirtschaftlich zu vertreten ist und das ETC nicht als marode einzustufen ist. In diesem Fall plädiert die CDU auch für eine Pachtverlängerung für weitere 10 Jahre."

Nicole Derber, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN erklärte: „Die Fraktion der GRÜNEN will den Eishockeysport wie auch den Tennissport in unserer Gemeinde erhalten. Dazu streben wir eine Vertragsverlängerung mit der ETC Betriebs Gesellschaft an. Wichtig sind uns bei den Vertragsverhandlungen eine geringere Vertragslaufzeit, eine Erhöhung der Pacht und eine Beratung zur Verbesserung des bestehenden Angebots. Die Entwicklung eines alternativen Standorts mit deutlicher Erweiterung des Angebots gefällt uns als Idee und sollte ein mittelfristiges Ziel unserer Gemeinde sein. Wegen des damit verbundenen Prestiges, der hohen Kosten und der Bedeutung des richtigen Standorts streben wir dazu eine Kooperation mit Nachbargemeinden oder dem Kreis an.“

(Die ausführliche Langversion der Stellungnahme der GRÜNEN können Sie weiter unten in ungekürzter Fassung lesen!)

Für die WUB Timmendorfer Strand zog Frank Theunissen als stv. Fraktionsvorsitzender am Ende einer langen Stellungnahme, die Sie ebenfalls weiter unten ungekürzt lesen können, folgendes Fazit: „Eine moderne Mehrzweck-/ Eissporthalle wäre nicht zuletzt ein belebender Wirtschaftsfaktor für die vielen Gewerbetreibenden sowie ein moderner, zusätzlicher Imageträger für den touristischen Standort der Gemeinde Timmendorfer Strand - Niendorf/Ostsee. Unter diesen kalkulatorischen, wirtschaftlichen und touristischen Überlegungen heraus, wäre eine Verlängerung des Pachtvertrags des jetzigen Betreibers um weitere 5 Jahre, mit Option auf zeitgleiche Verlängerung, anzustreben. Die dazu bereitzustellenden Grundmittel wären von der Gemeinde in jedem Fall anzusetzen. Vorteil: Während das umfangreiche Freizeitangebot weitergeht, können die Überlegungen in Richtung eines ev. Neubau in aller Ruhe und Sorgfalt durchgeführt werden.“

Udo Halenza, derzeit fraktionsloser Gemeindevertreter, sagte gegenüber TiNi24.de: "Die SPD hat da eine Idee aufgenommen und konkretisiert, die schon lange als Option in der Politik diskutiert wird, in der Annahme, dass die jetzige Halle auf Dauer nicht sanierungsfähig ist, vor allem in Hinblick auf Energiekosten. Dafür fehlen mir aber konkrete Untersuchungen und Berechnungen. Es kann ein Weg sein, sehr abhängig von einer engen Abstimmung mit dem Verein und dessen Investitionsvermögen. Zum jetzigen Zeitpunkt eine in die Öffentlichkeit gebrachte Idee, für die es noch viel Konkretisierung braucht, um auch nur ansatzweise beurteilen zu können, ob dies inhaltlich und finanziell am Ende ein vernünftiges Konzept ist. Das gilt auch für die Frage, ob und zu welchem Preis die jetzigen Grundstücke für ein Hotel Investoren finden. Insgesamt geht es vor allem um solide Abschätzung von Folgekosten und andererseits positiven Aspekten für die Zukunft des Ortes. Die Finanzierbarkeit in einer separaten Gesellschaft wird nicht das Hauptproblem sein, das alleine reicht aber nicht aus, wenn die Abdeckung der Folgekosten nicht gesichert ist.“

Bürgermeisterin Hatice Kara äußerte sich zu dem Thema in einer offiziellen Stellungnahme wie folgt: „Die Idee der SPD Fraktion zum ETC ist bislang im Rahmen einer nichtöffentlichen Sitzung des Tourismusausschuss vorgestellt worden. Die Mitglieder des TA sowie die Verwaltung haben die Ausführung der SPD im Ausschuss zur Kenntnis genommen. Grundsätzlich begrüßt die Verwaltung, jede Idee, die unseren Ort entscheidend nach vorn bringt. Derzeit befindet sich die Idee der SPD Fraktion über das ETC im Anfangsstadium und viele grundsätzliche Eckwerte materieller und immaterieller Art müssten zunächst eruiert werden, um festzustellen, ob die Idee überhaupt umsetzbar und damit realisierbar ist. Die gemeindlichen Gremien, in diesem Fall der Tourismusausschuss, sind die zuständigen Organe für eine Diskussion, Beratung und letztlich für eine Entscheidung. Eine abschließende Entscheidung obliegt hier zunächst dem Tourismusausschuss.“ Weiter sagte Kara gegenüber TiNi24.de: „Ich gehe von einer interfraktionell konstruktiven Zusammenarbeit aus, so dass die fehlenden grundsätzlichen Eckwerte mit allen Beteiligten auch im Hinblick auf den Eishockeysport sachlich diskutiert werden können.“

Mit großem Interesse werden die Timmendorfer und Eissport-Freunde der Sitzung des Tourismusausschusses am 6. November 2013 im Sitzungszimmer des Rathauses (Strandallee 42, 18.00 Uhr) entgegensehen. Ein Hotel-Neubau auf dem Grundstück des ETC stand übrigens im Jahre 2004 schon einmal zur Debatte. Die Eishalle sollte abgerissen werden und einem Hotelneubau weichen. Bei einem Bürgerentscheid am 28. November 2004 hatten sich die Einwohner mit großer Mehrheit für den Erhalt ihrer Eishalle entschieden.

Ganz aktuell führte die SPD-Fraktion übrigens ein Gespräch mit dem VfL Bad Schwartau, da die dort angesiedelte Handballsparte derzeit in der zweiten Bundesliga spielt und man in den nächsten Jahren die Erstklassigkeit anstrebt. „Hier wäre eine neue Spielstätte mit Platz für mehr als 5.000 Zuschauer eine klassische WIN-WIN Situation für unsere Gemeinde und dem VfL Bad Schwartau.“ Es bleibt also weiter spannend … R.K.

Zum Foto ganz oben (zum Vergrößern bitte anklicken!): Ulfert Weiß, geschäftsführender Gesellschafter der ETC Betriebs GmbH, möchte über 1 Million Euro in die Eishalle investieren, wenn der Pachtvertrag entsprechend verlängert wird: "Wir brauchen Planungssicherheit!" (Foto: René Kleinschmidt)

Ausführliche Stellungnahme der GRÜNEN Timmendorfer Strand zum Thema ETC:

Zukunft des Eishockeysports/der Tennishalle in Timmendorfer Strand und damit verbunden die Vertragsverlängerung mit dem derzeitigen Betreiber (ETC Betriebs GmbH)

Unsere Fraktion spricht sich für Vertragsverhandlungen und eine Verlängerung des Vertrages mit der ETC Betriebs GmbH
aus. Dabei sind folgende Punkte noch zu verhandeln:

1. kürzere Vertragslänge (z.B. 10 Jahre, mit Option auf weitere 5 Jahre)
2. die Pacht sollte sich erhöhen
3. die ETC Betriebs GmbH lässt sich coachen / beraten bezüglich ihres Angebotes, sprich: Vertriebs- und
Marketing-Konzept

Begründung:

Wir wollen den Eishockeysport wie auch den Tennissport (Winterbetrieb in der Halle) in unserer Gemeinde erhalten.
Gerade aus dem Wissen heraus, dass kulturelle und sportliche Einrichtungen (z.B. Musik, Kunst, Theater,
Schwimmhallen,...) fast immer defizitär betrieben werden.

Die konkret jetzt anstehenden Investitionen für die Halle sind klar mit der Erneuerung der Heizungsanlage umrissen. Alle weiteren möglichen Kosten an Dach und Fach sind wesentlich geringer als jede Form der öffentlichen Beteiligung an einem Neubau (s.a. Konzept SPD). Die Eishalle ist nach den fachlichen Beurteilungen und Kostenschätzungen seitens Architekt Bever sanierungsfähig und das Gebäude in der Substanz ausgelegt auf 60 bis 80 Jahre. Unabhängig davon sollte die Höhe der Pacht im zeitlichen Verlauf anpasst werden.

Da wir möchten, dass die ETC Betriebs GmbH wirtschaftlich erfolgreich ist und die Gemeinde im Freizeitsport weiterhin
ein gutes Angebot anbieten muss - das ETC auch als touristisches Angebot durchaus attraktiv ist - sollte sich die ETC Betriebs GmbH intensiv beraten lassen. Wir glauben, dass das vorgestellte Konzept hinsichtlich Marketing, Angebot und Vertrieb noch zu verbessern ist. Dabei könnte eine Beratung auf kurzem Wege, wie z.B. durch Herrn Nitz (TSNT) oder andere erfolgreiche Betreiber von Freizeit-Einrichtungen, von Nutzen sein.

Wir können verstehen, dass die ETC Betriebs GmbH aus wirtschaftlichen Interessen eine schnelle Entscheidung anstrebt und uns ist auch bewusst, dass der Geschäftsführer Herr Weiß schon seit einigen Monaten auf eine Entscheidung hofft. Das ist für uns aber keine Rechtfertigung für das von der ETC Betriebs GmbH gestellte Ultimatum. Wir sind davon überzeugt, dass die Timmendorfer Bürger_innen von der Gemeindevertretung ein sorgfältiges Abwägen dieser wichtigen Entscheidung erwarten.

Die Idee einer Mehrzweckhalle/neuen Eishalle (Konzept SPD) finden wir Grüne durchaus charmant, doch aufgrund
nachfolgender Punkte erschließt sich dieses Projekt in den nächsten 5 Jahren für uns nicht:

· die Einführung der Doppik, notwendige Straßenerneuerungen und Sanierungen der Sportplätze (GR, OGT) binden die vorhandenen Ressourcen der Gemeinde

· das Gelände des ETC als Hotelstandort für mehrere Millionen veräußern zu können, halten wir in dieser B-Lage
für nicht realistisch

· wir sehen keinen geeigneten Standort (notwendiger Größe in zentraler Lage) in der Gemeinde - einen Standort wie
„An der Mühlenau“ oder „Vogelsang“ halten wir für zu dezentral, andere Standorte hätten negative Auswirkungen
auf die Umwelt

Um dem Eishockey- und Tennissport und der Idee einer Mehrzweckhalle für Konzerte, Kongresse, etc. langfristig eine Heimat bieten zu können, sollten Kooperationen mit den Nachbargemeinden angedacht werden. Eine solche Projektidee kann ein Leuchtturm-Projekt für die gesamte Lübecker Bucht sein.

Timmendorfer Strand, 18.10.2013

Die WUB. Fraktion unterstützt die Prüfung der Möglichkeit und Verwirklichung eines Neubaus, Mehrzweck-/ Eisporthalle.

Angedacht ist ein Gebäude in massiver Mehrzweckhallenbauweise.

Der Kostenrahmen könnte sich auf ca. 8 - 10 Millionen €uro bewegen.

(Quellen: Kalkulationsbeispiele Stadionwelt eventingo / Eisanlagen 01.13 / Eishalle Illmenau 2006 / Hacker Pschorr Arena Bad Tölz 2004)

Überlegungen:

Für eine ganzjährige, sinnvolle Nutzung bietet sich eine, Mehrzweck-/ Eisporthalle an.

Die jetzige Halle ist im Jahr 1984 gebaut und ausschließlich für die Eislaufsaison konzipiert worden.
Aufgrund des Alters der Halle müssten, um dies von allen Seiten zukunftsfähig zu machen, ca.:

a) ca. 1.5 Mio. €uro an Sofortmitteln von der Gemeinde
b) 1 Mio. €uro von einem Betreiber
c) 100.000,-- €uro für Planungs- und Investitionsmittel von der Gemeinde
d) 2 Mio. €uro / auf 20 Jahre/ an Ausgleichsmitteln für z.B. Rücklagen, Dach und Fach etc.

investiert werden.

Macht das unter ökologischen, energetischen, wirtschaftlichen und touristischen Aspekten noch Sinn?

Hier liegt nahe, ev. über einen zweckbestimmenden Neubau einer Mehrzweck-/ Eisporthalle nachzudenken.
Dieser müsste auf einem, dem Ortskern vorgelagertem Grundstück, jedoch innerhalb der Gemeindegrenzen, liegen.

Das jetzige „Filet“ Grundstück könnte an einen Hotelinvestor verkauft oder über Erbbaurecht verpachtet werden. Vor illusionären Einnahmeerwartungen muss aber in diesem Fall gewarnt werden.

Beim Verkauf an einen Investor aus dem Bereich Eigentumswohnung, wäre die Ertragslage sicherlich höher einzuschätzen. Wollen wir das?

Die angrenzenden Tennisplätze sollten erhalten und an den Investor zu Mitnutzung ebenfalls langfristig verpachtet werden. Hierzu später noch mehr.

Der Erlös des Grundstücks dürfte in der derzeitigen Haushaltslage sicherlich interessant und allgemeindienlich einzubringen sein, haben wir doch eine Menge „Baustellen“, z.B. die Vollendung des B-Plan 20 für Niendorf/Ostsee.

Die Nutzung und das tragende Konzept muss immer im Mehrzweck liegen, der Eis-/ und Schulsport und die Eishockeyaktivitäten wären immer als „addon“ zu sehen und würden einer besonderen Nutzung mit vertraglicher Absicherung einhergehen.

Eine solche Halle wäre einfach das absolute Highlight für ein attraktives Freizeit- und Sportangebot in der Gemeinde.

Bei einer entsprechender Konzeption auch für verschiedenste Events und Veranstaltungen aller Größenordnung, z. B. im Sommer als Allwetter­ Skateranlage, Fitnessparcours oder sonstige, durch die TSNT angebotene Events, nutzbar.

Die große Resonanz der Eislauffläche in den Wintermonaten, ob Eishockey, Schulsport, Eisdisco oder die öffentliche Laufzeit, muss unbedingt weiterhin erhalten bleiben.

Zum Thema Tennis: Das Angebot in der Gemeinde erfreut sich einer gleichbleibenden Tendenz, sind doch die fetten „Becker und Graf „ Jahre vorbei. Dennoch gilt es den Tennissport entweder auf den jetzigen Außen- und Innenplätzen zu erhalten, was bei einer Neukonzeption des gesamten Areals keinen Sinn machen würde, oder die Außenplätze müssten in sich Bestand haben und ein Tennis- und ggf. auch Squash- Bereich in der neu zu errichtenden Mehrzweckhalle mit geplant werden. Tennis, ebenfalls ein Sport für Jung und Alt, ist hier nicht nur einfach ein Angebot, nein bei uns werden auch nationale Leistungsträger trainiert. Unbedingt erhaltenswert!

Mit dem Verschwinden beider Freizeitangebote, würde eine echte Freizeit- und Sportlücke für Jung und Alt entstehen. Die Folge wäre auch eine negative Auswirkung auf das touristische Angebot. Das wollen wir nicht!

Die Besucher unserer Gemeinde, die von einer solchen Halle z. B. am Ortseingang empfangen werden, erhalten einen nachhaltig positiven Eindruck von der attraktiven Angebotspallette in Timmendorfer Strand / Niendorf/Ostsee. Natürlich kann eine interessante Architektur die
Ausstrahlung und Außenwirkung eines solchen Bauwerkes nachhaltig unterstützen.

Mit einer Mehrzweck-/ Eisporthalle entstünde an einem strategisch günstigen Standort ein vitaler und vor allem ganzzeitiger Anziehungspunkt.

Grundlagen für alle Überlegungen müssen u. a. aber sein:

1. Langfriste Darlegung eine Betreiberkonzepts
2. Nutzungskonzepte der TSNT GmbH
3. Daraus sich resultierende Kostenermittlung (Umbau, Brandschutz, Modernisierung, Instandhaltung usw.)
4. Kosten- Nutzenrechnung über einen langjährigen Verlauf
5. Kostengegenüberstellung zu einer neuen Halle
6. Demographische Entwicklung
7. Mehrwert für die Gemeinde Timmendorfer Strand

Fazit:
Eine moderne Mehrzweck-/ Eisporthalle wäre nicht zuletzt ein belebender Wirtschaftsfaktor für die vielen Gewerbetreibenden sowie ein moderner, zusätzlicher Imageträger für den touristischen Standort der Gemeinde Timmendorfer Strand / Niendorf/Ostsee.

Unter diesen kalkulatorischen, wirtschaftlichen und touristischen Überlegungen heraus, wäre eine Verlängerung des Pachtvertrags des jetzigen Betreibers um weiter 5 Jahre, mit Option auf zeitgleiche Verlängerung, anzustreben. Die dazu bereitzustellenden Grundmittel wären von der Gemeinde in jedem Fall anzusetzen. Vorteil: Während das umfangreiche Freizeitangebot weitergeht, können die Überlegungen in Richtung eines ev. Neubau in aller Ruhe und Sorgfalt durchgeführt werden.

23669 Timmendorfer Strand, 19.10.2013


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Nachricht vom 22.10.13 12:40

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