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Meyer und Lindner weiterhin an der Spitze der Aktivgruppe Timmendorfer Strand und viel Kritik an Politik und Verwaltung

Meyer u. Lindner

Von René Kleinschmidt

Timmendorfer Strand. Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Aktivgruppe Handel & Gewerbe Timmendorfer Strand (AGHGT) im vollen Saal des Restaurants im Maritim Seehotel standen neben Vorstandswahlen auch die Bäderregelung und die touristische Entwicklung auf der Tagesordnung. Vorsitzender Heinz Meyer wurde ebenso wie sein Stellvertreter Mike Lindner im Amt bestätigt. Auch Kassenwart Christian Claussen und die Beisitzer Jan Schumann und Andreas Wallbruch wurden einstimmig wiedergewählt. Malik Evers wurde zum 8. Beisitzer gewählt.

„Ich werde dieses Jahr 65 Jahre alt, aber nach dem mir entgegengebrachten Vertrauen lege ich gerne noch mal 365 Tage drauf,“ bedankte sich Heinz Meyer bei den Mitgliedern für das einstimmige Ergebnis zur Wiederwahl als Vorsitzender und verteilte in seinem folgenden Bericht Kritik an die Politik, TSNT GmbH und Gemeindeverwaltung.

„Wir hatten eine schwere Saison, obwohl das Wetter auf unserer Seite war, aber es gab andere Faktoren, die uns das Leben schwer gemacht haben,“ und damit sprach Meyer wieder einmal die Bäderregelung an, mit der sich die Aktivgruppe nicht abfinden kann. Der alte und neue Vorsitzende sprach von bis zu 35 Prozent Umsatzeinbußen im Januar und Februar, von Geschäftsaufgaben und Entlassungen von Mitarbeitern, da die Geschäfte nach dem mit den Kirchen und Gewerkschaften geschlossenen Kompromiss nur noch an 36 Sonntagen im Jahr geöffnet sein dürfen, und nicht mehr an 46 wie zuvor. „Wir sehen gute Ansätze, das ganze Thema in Zusammenarbeit mit Vertretern der Kirche zu finden,“ so Heinz Meyer. „So gab es nur Verlierer: Auf der kirchlichen Seite Austritte, auf der gewerblichen Seite auch mehr Menschen, die sich arbeitslos melden mussten.“

Zu diesem Thema äußerte sich auch Dr. Andreas Tietze (Grüne) vom Landtag als Sprecher für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus: „Der Drops ist gelutscht! Dieser Kompromiss hat zehn Jahre Bestand. Die Einbußen sollte man nicht auf die Sonntage schieben, sondern auf die derzeitige Ferienregelung, dessen Korridor entzerrt werden müsse!“

Heinz Meyer sprach auch den Rückgang der Strandkurabgabe an: „Wir verzeichnen hier 20 Prozent weniger als im Vorjahr, das sind ein Fünftel weniger, die den Strand bei uns besucht haben, obwohl das Wetter besser als im Vorjahr war!“ Als Gründe nannte Meyer neben der Baustelle auf der A 1, dass Hamburg gut in die Infrastruktur investiert habe: „Wir haben hier schnell nachzurüsten!“ Kritik gab es vom Vorsitzenden der Aktivgruppe auch für die Events der TSNT GmbH: „Wir können nicht nur den Tagesgast bespielen. Wir brauchen gute Events, die für Übernachtungen und Umsätze sorgen. Hier muss nachgebessert werden!“, so die Forderung von Meyer, der aber auch betonte, dass das Übernachtungsgewerbe ein Plus von rund 5 Prozent verzeichnete.

„Die Niendorfer haben uns gezeigt, wie man einen Ort innerhalb von drei bis fünf Jahren umstellen kann. Das Bild ist dort toll,“ so der Chef der Aktivgruppe. Höchsten Handlungsbedarf sieht er in Timmendorfer Strand: „Wir müssen dem Gast das anbieten, was er bei uns erwartet, er möchte auf die Ostsee schauen! Ausserdem sind die Straßen in einem desolaten Zustand.“ Die sanierte Bergstraße sei ein gutes Beispiel, auch wenn die parkenden Autos im unteren Teil der Straße noch ein Problem darstellen. Hier könnte ein Park- oder Halteverbot Abhilfe schaffen. „Aber nach dem Teehaus ist nun Stillstand, im Kurpark passiert nichts, obwohl es Beschlüsse für eine Umsetzung gab,“ kritisiert Heinz Meyer Politik und Verwaltung. „Alle Orte rüsten auf und wir beschäftigen uns nur mit uns selbst oder mit Themen, die uns nicht weiter bringen.“

Nach dem Grußwort der amtierenden Bürgermeisterin Gudula Bauer kam Tourismuschef Joachim Nitz zu Wort, der auch gleich auf die Kritik der Aktivgruppe antwortete: „Wie bekommen wir die Delle wieder raus? Damit beschäftige ich mich natürlich auch und ich sehe da auch das schwächelnde Abendprogramm. Timmendorfer Strand ist in Sachen Nightlife nicht mehr der Hot Spot, der wir mal waren. Ein Nachtleben existiert nicht mehr so wie früher, fast gar nicht.“ Der Geschäftsführer der TSNT GmbH hat ausserdem drei Lösungsansätze vorgestellt. Zum einen Attraktivitätssteigerung und strategische Ansiedlung, aber auch ein gezieltes Programm für Tagesgäste sowie für Übernachtungsgäste. Neben laufenden Projekten sprach Nitz auch anstehende Projekte wie Trinkkurhalle, Seebrücke, Kurmittelhaus und das Haus des Kurgastes in Niendorf an.

Für das Zentrum stellt sich Tourismuschef Nitz einen Rundlauf mit einem Promenadenbogen zwischen Trinkkurhalle, Seebrücke, Kurmittelhaus und Timmendorfer Platz vor, um diese Punkte besser miteinander zu verbinden und zu beleben. Außerdem erfolgte eine europaweite Ausschreibung für den Strandpark (Neugestaltung Neuer Kurpark).

Nils Thoralf Jack, stv. Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, betonte in seinem Referat, dass das Auslandsmarketing gestärkt werden muss.


Ein Teil des Vorstandes der Aktivgruppe Timmendorfer Strand mit dem neuen Beisitzer Malik Evers (links), Vorsitzender Heinz Meyer (vorne, 3.v.li.) und seinem Stellvertreter Mike Lindner (vorne, 2.v.li.). (Foto: René Kleinschmidt)

Erfreulich war der Rückblick auf die Traumautomeile der Aktivgruppe am ersten September-Wochenende mit rund 20.000 Besuchern. Neben dem Weihnachtsmarkt auf dem Timmendorfer Platz (18. Dezember bis 4. Januar 2015) steht mit der Veranstaltung „Timmendorf strahlt“ am 8. November das nächste Event des Vereins an. Hier werden noch weitere Baumpatenschaften gesucht, um das Zentrum wieder hell erleuchten zu können. „Die Gesamtkosten belaufen sich jährlich zwischen 16.000 und 17.000 Euro und wir benötigen rund 600 neue Lichterketten,“ so der 1. Vorsitzende der Aktivgruppe. R.K.

Zum Foto ganz oben (zum Vergrößern bitte anklicken!): Vorsitzender Heinz Meyer (links) und sein Stellvertreter Mike Lindner bleiben weiterhin an der Spitze der Aktivgruppe Timmendorfer Strand. (Foto: René Kleinschmidt)

Leserbrief:
Höher, schneller, weiter …


Zur Jahreshauptversammlung der „Aktivgruppe Handel & Gewerbe Timmendorfer Strand“ erhielten wir folgenden Leserbrief von Peter Ninnemann und Jörn Eckert aus Timmendorfer Strand, den wir ungekürzt veröffentlichen:

„Der Vorsitzende der Aktivgruppe, Heinz Meyer, klagt während der Jahreshauptversammlung lautstark über die Unfähigkeit von Verwaltung und Politik.

Gleichzeitig verhindern CDU und WUB seit drei Jahren, bis zum heutigen Tag, eine Organisationsreform im Rathaus. Umfangreiche Vorschläge aus der Verwaltung, die bereits vor Jahren eingebracht wurden, Ergebnisse einer Arbeitsgruppe mit allen Parteienvertretern, die Umsetzung einer Ausschreibung mit dem Ziel professioneller Analyse mit konkreten Optimierungsmaßnahmen für Aufbau- und Ablauforganisation wurden und werden immer wieder verzögert, verschleppt, verhindert.

„Die Politik hat seit Jahren Fehlentscheidungen getroffen“, so Heinz Meyer.

Da darf man sich gerne mal in Erinnerung rufen, welche Parteien seit Jahrzehnten (!) im Rathaus die Mehrheit stellen. Wenn Straßen, Kanalisation, marode Kunstrasenplätze, ein ungepflegter Park im Zentrum und dringend sanierungsbedürftige Lehrerzimmer zu Recht beklagt werden, dann sollten sich die Vertreter der Mehrheitsparteien an die eigene Nase fassen und nicht von der eigenen Verantwortlichkeit ablenken.
Schon Oscar Wilde erkannte: „Es ist so leicht, andere, und so schwierig, sich selbst zu belehren.“

Die Aktivgruppe Handel und Gewerbe redet Timmendorfer Strand und Niendorf schlecht! Das hat unser Ort nicht verdient. Wir sind touristisch gut aufgestellt, natürlich sind ständige Optimierungen notwendig und ein Prozess der sich an den Gästewünschen orientieren muss. Es gibt jedoch etliche neue touristische Highlights - Millionen wurden investiert. Wird das komplett ignoriert und ausgeblendet? Trotzdem werden hektisch weitere, schnelle, umfangreiche und hohe Investitionen in die touristische Infrastruktur von Politik und Verwaltung abgefordert, „das Geld sei günstig wie nie“ und der „Return on Invest“ werde sich schnell einstellen. Wo soll der ROI denn herkommen? Im Sommer und auch über die letzten Wochen war kein einziges Zimmer mehr in Timmendorf zu bekommen - die Kapazitäten sind größtenteils ausgereizt!

Kann es vielleicht sein, dass man sich dem Ende der Wachstumsspirale nähert? Wann entsteht endlich ein schöner Schmetterling aus der Raupe Nimmersatt?“

Jörn Eckert und Peter Ninnemann (beide SPD-Ortsverein),
Timmendorfer Strand


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Nachricht vom 15.10.14 16:30

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(c) INSIDE GROUP 2011 | Timmendorfer Strand - Niendorf | Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 27. Mai 2020

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