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Timmendorfer Strand: Rathaus-Umzug in die Poststraße, Sanierung bei laufenden Betrieb oder doch ein Neubau?

Hauptausschuss

Von René Kleinschmidt

Timmendorfer Strand. Das ehemalige Verwaltungsgebäude des ZVO in der Poststraße ist jetzt erneut als möglicher Rathaus-Standort auf die Tagesordnung der jüngsten Hauptausschuss-Sitzung gekommen. Das jetzige Rathaus in der Strandallee 42 muss ab Herbst saniert werden.

Architekt Jörg Bever führte in seinem Bericht aus, dass das Gebäude, das 1984 gebaut und 1991 erweitert wurde, mit einer Nutzfläche von 1.684 Quadratmetern genügend Platz und Büroräume für die Gemeindeverwaltung bietet. Wenn der Flachdachbereich des Gebäudes aufgestockt würde, kämen weitere 290 Quadratmeter hinzu.

Architekt Bever hält eine sofortige Nutzung als Rathaus - auch ohne Aufstockung - für möglich und erklärte in Bezug auf Energieeffizienz: „Der Zweckverband hat damals schon ganz ordentlich gebaut.“ Die Kosten für einen entsprechenden Umbau liegen zwischen 1,7 und zwei Millionen Euro.


Das ehemalige Verwaltungsgebäude des ZVO in der Poststraße würde als neuer Standort für das Rathaus zur Verfügung stehen. (Foto: René Kleinschmidt)

Da man bei der Stilllegung des dortigen Wasserwerks mit den dazugehörigen Wasserbrunnen einen Anstieg des Wasserspiegels befürchtete, wurde ein eventueller Rathaus-Umzug auf Eis gelegt. Nachdem aber ein positives, geologisches Gutachten des Landes vorliegt und auch der von der Gemeinde beauftragte Kieler Fachanwalt Prof. Marcus Arndt bestätigte, dass weder die Gemeinde noch der ZVO haftbar gemacht werden könne, „wenn der Zweckverband die Wasserbrunnen ordnungsgemäß verschließt und besondere Sicherheitsregeln eingehalten werden“, sind diese Befürchtungen ausgeräumt.

Peter Ninnemann (SPD) sprach sich für das Gebäude in der Poststraße aus: „Einen besseren Standort, zentral gelegen und mit ausreichend Parkplätzen, bekommen wir nicht.“

Bei der CDU stößt ein Umzug in das ZVO-Gebäude trotzdem auf Ablehnung: „Es gibt aber doch nach wie vor ein Restrisiko“, sagte Janine Strümpell und Kai Ingo Menke-zum Felde (beide CDU) plädiert sogar für einen Neubau, der allerdings nach Schätzungen von Bever bei mindestens 7 Millionen Euro bei rund 2.000 Quadratmeter Nutzungsfläche kosten wird – ohne Grundstück. „Die Verwaltung ist ein hohes Gut in unserer Gemeinde“, so Kai Ingo Menke-zum Felde. „Soll die Verwaltung wirklich in dem 30 Jahre alten Kasten arbeiten?“

Die Haltung der CDU stößt bei den Grünen auf großes Unverständnis, da es momentan auch keine alternativen Standorte gibt. Die CDU hatte sich bereits im Herbst 2014 vom Standort Poststraße abgewandt und das Grundstück Strandstraße 4 in Niendorf favorisiert. Dann entstand die sogenannte „Ellergate“-Affäre und die CDU musste von dem Objekt Abstand nehmen, da der damalige CDU-Vorsitzende John Ellerbrock beim Kauf des Niendorfer Grundstückes als Makler eine stattliche Provision von der Gemeinde kassiert hätte. Warum der wieder ins Gespräch gebrachte Standort Poststraße bei der CDU auf so wenig Gegenliebe stößt, blieb an dem Abend unbeantwortet. (Lesen Sie dazu die aktuelle Pressemitteilung der CDU Timmendorfer Strand weiter unten!)

Zum Rathaus-Umzug gibt es somit wieder keine Entscheidung und die Sanierung des bisherigen Gebäudes muss wahrscheinlich bei laufendem Betrieb stattfinden, was nach aktuellem Stand auch möglich wäre. Die inzwischen auf sechs Monate verkürzte Sanierung sieht in den Büroräumen (und in den Eigentumswohnungen darüber) den Austausch der Fenster, die Sanierung der Balkone und Geländer sowie Malerarbeiten vor. Jedes einzelne Büro wäre beim Austausch der Fenster für mindestens einen Tag nicht zu nutzen; die Mitarbeiter könnten dann aber vorübergehend in ein extra eingerichtetes Bedarfsbüro umziehen. Große Bedenken äußerte Hauptamtsleiter Martin Scheel: „Es wird zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen und Sicherheitsfragen beim Publikumsverkehr müssten noch geklärt werden.“

Jetzt wird der „Raumbedarfsplan“ aktualisiert und die Kosten für Umzug, Sanierung und eventuellen Neubau sollen miteinander verglichen werden. R.K.

Zu dem Foto ganz oben (zum Vergrößern bitte anklicken!): Architekt Jörg Bever führte in seinem Bericht aus, dass das ZVO-Gebäude genügend Platz und Büroräume für die Gemeindeverwaltung bietet. (Foto: René Kleinschmidt)

Forderung einer Maßnahmenwirtschaftlichkeitsuntersuchung zum Rathaus-Umzug: CDU warnt vor übereiltem Ankauf des ZVO-Altbaus in der Poststrasse

Eine Pressemitteilung der CDU Timmendorfer Strand

Aufgrund zu vieler ungeklärter Fragen und unwägbarer Risiken warnt die CDU Timmendorfer Strand/Niendorf in einer aktuellen Pressemitteilung vor einem übereilten Ankauf des über 30 Jahre alten und derzeit stillgelegten ZVO Gebäudes in der Poststrasse und fordert eine eingehende, kritische und unabhängige Prüfung.

Seit Wochen geistert der mögliche Ankauf des über 30 Jahre alten und derzeit stillgelegten ZVO Gebäudes zum Zwecke der Nutzung als Rathaus durch die Gemeinde. Viel zu schnell haben sich offenbar einige Kommunalpolitiker voreilig schon öffentlich zum Ankauf des leerstehenden Altbaus des Zweckverbandes bekannt. „Trotz der vordergründigen Vorteile ist es nicht nur aus Kostengründen zwingend notwendig, diesen Standort genauer zu hinterfragen“, empfiehlt der Fraktionsvorsitzende Rainer Steen.

Nach wie vor sieht die CDU Timmendorfer Strand/Niendorf aufgrund vieler ungeklärter Fragen und unwägbarer Risiken den Standort Poststrasse 35 äußerst kritisch: „Wenn das Restrisiko eines Grundwasserpegelanstiegs nur minimal sein soll, warum wehrt sich der Zweckverband mit Händen und Füßen, dieses im Sinne der Anwohnerinnen und Anwohner zu übernehmen? Was sagt denn die Gemeinde zu den Anwohnern, die plötzlich knietief im Wasser stehen?“ so Steen weiter.

Weiterhin befänden sich auf dem Grundstück zahlreiche Versorgungsleitungen, die eine uneingeschränkte Nutzung unmöglich machten. Zudem würden auf dem angrenzenden Grundstück des ZVO eine Gasstation und eine zentrale Wasserverteilungsstation des Wasserwerkes verbleiben.

CDU-Bau- und Energieexperte Michael Strümpell ergänzt: „Mit derzeit 1.222 m² (ohne Archiv im Keller) des ZVO-Gebäudes ergibt sich nur unwesentlich mehr Platz für die Rathausnutzung im Vergleich zum jetzigen Standort, die Raumressourcen im ZVO-Gebäude für einen Rathausbetrieb sind bereits jetzt absehbar eingeschränkt. Der Raumbedarf für ein neues Rathaus wird seitens der Verwaltung mit circa 1.500 m² plus Archiv beziffert. Daher soll eine Aufstockung des alten Traktes des ZVO-Gebäudes erfolgen.

Die CDU fragt: „Ist die Statik des Altbaus hierfür überhaupt geeignet? Ist der Energieverbrauch des ZVO-Gebäudes noch zeitgemäß, lauern bei Umbau und Aufstockung nicht diverse Mehrkosten? Für die Umnutzung und Gebäudeerweiterung muss ein Bauantrag gestellt werden. In wieweit greift hier die neue Energieeinsparverordnung in Bezug auf die Durchführung von energetischen Maßnahmen? Beispielsweise sind die Fenster 32 Jahre alt. Wann ist zu erwarten, dass diese ausgewechselt werden müssen? Wie hoch werden die Kosten einer energetisch und technisch zeitgemäßen Gebäudeausrüstung sein? Und nicht zuletzt: Das Gebäude steht seit Jahren leer: Gibt es versteckte Wasser- und Feuchtigkeitsschäden?“

Auch kostenseitig erscheine die Nutzung des Altbaus lediglich vordergründig günstiger: Hier wäre zu prüfen, wie sich die längere Nutzungsdauer eines Neubaus gegenüber der eines 32 Jahre alten Altbaus, verbunden mit den geringeren Betriebs- und Instandhaltungskosten, auf die Wirtschaftlichkeit langfristig auswirke. Zudem wäre beim Ankauf die an das Land zu zahlende Grunderwerbssteuer in Höhe von rund 150.000 Euro fällig.

„Durch eine Gegenüberstellung von Gesamtbarwertvorteil, Finanz- und Ergebnisrechnung sowie Fördermöglichkeiten für Altbau und Neubau muss endlich Transparenz hinsichtlich der Kosten geschaffen werden“, fordert CDU-Gemeindevertreter Strümpell. „Berücksichtigt man zudem die Abschreibungen, könnte ein Neubau für die Gemeinde möglicherweise wirtschaftlicher sein.“

Für den Faktionsvize Ingo Menke zum Felde stellt sich auch die Frage nach dem Arbeitsumfeld für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus: „Zunächst saß die Verwaltung im alten Olga-Heim, zog dann in die alte Curschmann-Klinik um. Nun soll es in den stillgelegten Altbau des ZVO gehen. Ist es jetzt nicht an der Zeit, für die Verwaltung ein angemessenes, aktuelles Arbeitsumfeld vorzuhalten? Auch daher ist eine genaue Kostenvergleichsrechnung von Sanierung und Neubau, wie auch Ende der 90er Jahre beim Olga-Heim am Timmendorfer Platz, dringend erforderlich!“

Aufgrund dieser vielen ungeklärten Fragen hat sich die CDU-Fraktion entschlossen, auf der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag die Erstellung einer sogenannten Maßnahmenwirtschaftlichkeitsuntersuchung für das ZVO Gebäude zu beantragen. „Diese soll untersuchen, ob die Sanierung des bestehenden ZVO-Gebäudes als zukünftiges Rathaus oder der Neubau die wirtschaftlichere Alternative darstellt. Ergänzend zu den quantitativen (wirtschaftlichen) Betrachtungen der Vergleichsrechung sollten auch die qualitativen Unterschiede zwischen den beiden Varianten herausgearbeitet und bewertet werden“, begründet Steen den Antrag. (PM/R.K.)

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Nachricht vom 25.3.15 17:45

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(c) INSIDE GROUP 2011 | Timmendorfer Strand - Niendorf | Letzte Aktualisierung: Dienstag, 13. April 2021

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