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Bürgermeisterin Hatice Kara informiert: Zahlen und Fakten zur Flüchtlingssituation in der Gemeinde Timmendorfer Strand

Gemeindewappen

Timmendorfer Strand. Im Rahmen der Dorfschaftsversammlung in Hemmelsdorf (TiNi24.de berichtete) informierte Bürgermeisterin Hatice Kara alle Anwesenden ausführlich über die aktuelle Flüchtlingssituation in der Gemeinde Timmendorfer Strand.

Die Zuweisung der Flüchtlinge nach Schleswig Holstein erfolgt nach dem Königssteiner Schlüssel, das sind momentan rund 3,4 % der bundesweiten Zuweisungen. Die Verteilung der Flüchtlinge erfolgt nach dem Landesaufnahmegesetz: Nach Unterbringung in den Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes, wo die Flüchtlinge mindestens sechs Wochen und maximal drei Monate verbringen, sind die Kreise und kreisfreien Städte zur dezentralen Unterbringung gefragt (nach der Ausländer- und Aufnahmeverordnung sind das 7,2 % für Ostholstein). Erst dann kommt es zur Unterbringung in den Kommunen mit der Zuweisung nach dem Wohnbevölkerungsanteil, das sind für Timmendorfer Strand 4,44 %.

Für die Gemeinden ist dies eine große Herausforderung: „Planen ohne verlässliche Prognosen,“ so Kara. Der Kreis Ostholstein teilt den Kommunen den Verteilerschlüssel mit. Bei Bedarf erfolgen Anpassungen – für 2015 galten bisher folgende Schlüssel: Lag die Zahl der Personen laut Rundverfügung vom 18. Dezember 2014 bei 42, waren es am 12. Mai 67 Personen, am 3. September bereits 92 Personen und mit Datum vom 15. Oktober schon 180 Flüchtlinge. „Wir müssen bis Ende des Jahres noch circa 100 Menschen unterbringen, zusätzlich zu den bereits in der Gemeinde wohnenden Flüchtlingen, um die Soll-Quote zu erfüllen,“ berichtet Kara. „Wie viele davon dauerhaft bleiben können, dürfen oder wollen ist unklar.“ Im Jahr 2015 sind circa 215 Menschen in der Gemeinde zu betreuen.

123 Personen sind derzeit (Stand: 5. November) in der Gemeinde untergebracht, davon unter anderem 52 aus Syrien, 17 aus Serbien und 16 aus Russland. Von diesen Personen sind 18 Kinder zwischen 0 und fünf Jahren, fünf Kinder zwischen sechs und zehn Jahren, 14 Kinder zwischen elf und 17 Jahren, 35 Personen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, 36 sind 26 bis 40 Jahre alt, zwölf zwischen 41 und 50 Jahre und drei Flüchtlinge älter als 50 Jahre. 79 Personen leben im Familienverbund in der Gemeinde, 44 sind Einzelpersonen (75 davon sind männlich, 47 weiblich). Zehn Wohneinheiten sind in gemeindeeigenen Unterkünften untergebracht, 25 Wohneinheiten in von der Gemeinde angemieteten Objekten. 112 leben in Timmendorfer Strand, sechs in Niendorf und fünf aktuell in Hemmelsdorf.

„Nach der gesetzlichen Aufgabe wie Unterbringung beginnt die gesellschaftliche Aufgabe, die Integration,“ so Bürgermeisterin Hatice Kara. Dazu gehören der Deutschunterricht, Sportangebote und die Feuerwehr (als Beispiel nannte Kara Groß Timmendorf, wo Syrier inzwischen integriert werden).

Ein wichtiger Bestandteil ist auch die „Helferbörse“, die vom Seniorenbeirat ins Leben gerufen wurde. „Nach gerade einmal einem Monat gibt es bereits über 45 Menschen, die sich - über die Helferbörse vermittelt - engagieren möchten,“ berichtet Kara. „Es konnten Pools für Deutschförderung, Fahrdienste, Dolmetschertätigkeiten, psychologische Beratung, Lotsendienste, Unterstützer von Begegnungsveranstaltungen und Annahme von Sachspenden gebildet werden. Die Helfer werden nach und nach entsprechend der Wünsche eingesetzt.“

Wichtig seien aber auch Einzelhilfen: „Persönliches Engagement gibt es vielfältig, teilweise durch die Gemeinde vermittelt, aber mittlerweile auch durch persönliche Kontakte aus Nachbarschaft, Kindergarten, etc.“
Dazu kommen Spenden von Sachmitteln oder Geldspenden sowie die Tafel mit Verteilung von Lebensmitteln und günstigem Kleiderverkauf.

Die Begleitung der Flüchtlinge erfolgt in der Gemeinde derzeit durch eine hauptamtliche Kraft im Umfang von 20 Stunden/Woche. Eine weitere Stelle in gleichem Umfang soll so schnell wie möglich besetzt werden.

„Dadurch soll ein geordnetes Ankommen und die Organisation wichtigster Termine gewährleistet sein. Außerdem wird im Rathaus intern eine Lenkungsgruppe installiert,“ so Bürgermeisterin Kara, die auch bei der Einwohnerversammlung am 3. Dezember mit aktualisierten Zahlen und weiteren Informationen über die Flüchtlingssituation berichten wird.

Wer sich engagieren oder helfen möchte oder dringend benötigten Wohnraum anzubieten hat, kann sich gerne mit dem Ordnungsamt der Gemeinde (Fachdienst Sicherheit und Ordnung) über die Rathaus-Zentrale unter Telefon 04503-807-100 in Verbindung setzen. R.K.

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Nachricht vom 11.11.15 17:30

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(c) INSIDE GROUP 2011 | Timmendorfer Strand - Niendorf | Letzte Aktualisierung: Samstag, 18. Mai 2024

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