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„Florian Ostholstein 80-41-03 meldet sich ab“: Freiwillige Feuerwehr Schulendorf nach fast 76 Jahren aufgelöst

FFW Schulendorf

Schulendorf. Es ist 0 Uhr am 24. September, als die Leitstelle in Bad Oldesloe noch einmal die Meldeempfänger der Schulendorfer Wehr auslöst, Grund ist allerdings kein Einsatz sondern eine Nachricht „Alles Gute und vielen Dank für die Einsatzbereitschaft“ zeigt das Display an – Markus Rabe, der die Feuerwehr bis zum Schluss anführte, schreitet zum Funkgerät des Tragkraftspritzenfahrzeugs und ruft die Leitstelle „Der Florian Ostholstein 80-41-03 meldet sich und die Wache Ostholstein 80-06 aus dem Sprechfunkverkehrskreis ab.“

Mit diesen Worten endet nach 75 Jahren und 10 Monaten die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr im beschaulichen Schulendorf.

Den Weg hatten die Schulendorfer Brandschützer auf einer Mitgliederversammlung am 19. Februar durch einstimmigen Beschluss eingeschlagen und auch die zweite notwendige Abstimmung am 23. März endete mit demselben Ergebnis – der sechsmonatige Countdown begann zu laufen.

Doch warum musste es so kommen? „Viele aktive Kameradinnen und Kameraden sind weggezogen oder auf dem Sprung,“ erläutert Rabe, „so konnten wir die Einsatzbereitschaft nicht mehr gewährleisten.“

Fakt ist, dass Schulendorf kleiner wird und überaltert, so dass auch notwendiger Nachwuchs nicht mehr zu finden ist „und eine Feuerwehr ist halt kein Verein, der einmal im Jahr seine Prunksitzung abhält, sondern wir haben eine wichtige Aufgabe zu erfüllen und das können wir nicht mehr,“ ergänzt Rabe.

Den Tag der „letzten Schicht“ (Rabe) wollten die Schulendorfer ganz in Ruhe angehen und so wurden Mitglieder und Familien eingeladen, um bei einem gemütlichen Grillen über alte Zeiten zu sprechen und die Jahre Revue passieren zu lassen. Dazu hatte Niklas Rabe altes Bild- und Videomaterial zusammengetragen, um daraus ein Video der Feuerwehrgeschichte zu erstellen.

Viel Wehmut kam in den Anwesenden hoch, als man auf der Leinwand an „alte Bekannte“, spannende Einsätze und schöne Momente erinnert wurde.

Bürgermeister Volker Owerien ließ sich die Teilnahme ebenfalls nicht nehmen und bedankte sich in einer kurzen Ansprache für all das Geleistete und hob hervor, dass die Schulendorfer Wehr sich aus eigenen Stücken auflöste, „so eine Entscheidung zeugt von hohem Verantwortungsbewusstsein und ist nicht selbstverständlich“.

Auch Gemeindewehrführer Patrick Bönig sprach allen Mitgliedern und Familien Dank aus: „Ich bin stolz auf Euch, ihr habt trotz der gefallenen Entscheidung nicht aufgegeben und seid bei jedem Einsatz zu dem ihr gerufen wurdet zur Stelle gewesen. Dafür gebührt euch Dank und Respekt. Chapeau.“

24 Einsätze waren es für die Feuerwehr in diesem Jahr. Diese werden nun von den umliegenden Wehren mit abgedeckt werden. „Niemand muss Sorge haben, dass eine gefährliche Lücke entsteht,“ erläutert Bönig, „das Einsatzgebiet der Schulendorfer wurde auf drei umliegende Feuerwehren aufgeteilt, die ab sofort den Brandschutz und die Technische Hilfeleistung sicherstellen.“

Doch auch wenn die Schulendorfer als Feuerwehr nicht mehr gemeinsam „Retten, Löschen, Bergen und Schützen“, so lebt der Geist in anderen Wehren weiter. „Der allergrößte Teil der im Dorf verbliebenen Einsatzkräfte wechselt in Feuerwehren in den Nachbarorten und kann da gut unterstützen,“ freut sich Markus Rabe, der auch stellvertretender Gemeindewehrführer ist und auch um die Mitglieder der Ehrenabteilung werde sich gekümmert, so Rabe weiter.

Den letzten Funkspruch hatten derweil auch andere Feuerwehren mitgehört und antworteten „Vielen Dank für Euren Dienst und alles Gute. Ende mit Feuerwehr Schulendorf.“

„Das ist so ein Erlebnis, dass man als passionierter Feuerwehrmann nie erleben möchte,“ sagen Bönig und Rabe unisono, „aber die Zeiten haben sich geändert und so lange viele Mitbürger das Ehrenamt in Feuerwehren und Hilfsorganisationen als ‚Qual‘ ansehen, werden wir solche Momente in Zukunft häufiger haben.“

Ein trauriger Abend und eine spannende Feuerwehrgeschichte in Schulendorf gehen zu Ende und werden den Beteiligten sicher lange in Erinnerung bleiben. (PM/FFW)

Zum Foto ganz oben (zum Vergrößern bitte anklicken!): Nach fast 76 Jahren wurde die Feuerwehr Schulendorf in der Nacht zum 24. September aufgelöst. (Foto: FFW)

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Nachricht vom 28.9.16 16:00

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(c) INSIDE GROUP 2011 | Timmendorfer Strand - Niendorf | Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 15. April 2021

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